LED-Leuchtstoffröhre austauschen: Starter, Vorschaltgerät und Anschluss erklärt
Das Ersetzen einer Leuchtstoffröhre durch eine LED kann den Energieverbrauch senken und sorgt sofort für volles Licht. Dennoch lässt sich nicht jede LED-Leuchtstoffröhre auf die gleiche Weise in jede alte Leuchte einsetzen. Die Art des Vorschaltgeräts und der Anschluss der LED-Röhre bestimmen, welcher Umbau oder welcher Starter erforderlich ist.
Kurze Antwort: Verfügt die Leuchte über einen losen, austauschbaren Starter, ist meist ein konventionelles Vorschaltgerät vorhanden. Eine dafür geeignete EM-LED-Röhre kann oft zusammen mit dem mitgelieferten LED-Starter eingesetzt werden. Hat die Leuchte keinen Starter, kann ein elektronisches HF-Vorschaltgerät vorhanden sein. Wählen Sie in diesem Fall eine explizit kompatible HF-Röhre oder lassen Sie die Leuchte gemäß dem Anschlussplan umbauen.
Was befindet sich in einer herkömmlichen Leuchtstoffleuchte?
Eine klassische Leuchtstoffröhre benötigt Hilfsgeräte zum Starten und zur Strombegrenzung. Es gibt grob zwei weit verbreitete Ausführungen:
- Konventionelles oder elektromagnetisches Vorschaltgerät: meist in Kombination mit einem losen Starter.
- Elektronisches HF-Vorschaltgerät: startet die Röhre elektronisch und hat in der Regel keinen losen Starter.
Das Gehäuse kann von außen identisch aussehen. Öffnen oder ändern Sie eine Leuchte nur, wenn die Spannung vollständig abgeschaltet ist und Sie wissen, was Sie tun.
Wie erkennt man eine Leuchte mit konventionellem Vorschaltgerät?
Sehen Sie neben der Leuchtstoffröhre einen runden, herausnehmbaren Starter, haben Sie meist eine konventionelle Schaltung. Bei einer dafür geeigneten Retrofit-LED-Röhre wird der alte Leuchtstoffstarter durch einen LED-Starter ersetzt.
Der LED-Starter liegt der LED-Röhre häufig bei. Verwenden Sie nur den Starter, der zum Produkt oder System gehört. Ein gewöhnlicher Leuchtstoffstarter ist nicht für den LED-Betrieb ausgelegt.
Was macht ein LED-Starter?
Ein LED-Starter ermöglicht den Betrieb einer geeigneten LED-Röhre in einer vorhandenen Leuchte mit konventionellem Vorschaltgerät. Der eigentliche LED-Treiber befindet sich in der Röhre. Der LED-Starter ersetzt die Startfunktion, die die alte Leuchtstoffröhre benötigte.
Setzen Sie einen LED-Starter nicht auf gut Glück in eine Leuchte ohne losen Starter oder mit unbekannter Schaltung ein. Die Anweisungen von Röhre und Leuchte sind maßgeblich.
Wie erkennt man ein elektronisches HF-Vorschaltgerät?
Eine Leuchte ohne sichtbaren Starter kann ein elektronisches Vorschaltgerät haben. Die alte Leuchtstoffröhre startet dann normalerweise schnell und ohne das klassische Flackern. Auf dem Vorschaltgerät kann eine Kennzeichnung wie HF, EVG oder ECG stehen.
Nicht jede LED-Röhre funktioniert mit jedem elektronischen Vorschaltgerät. Für einen einfachen Austausch benötigen Sie eine HF-kompatible LED-Röhre, und die Kombination muss auf der Kompatibilitätsliste des Herstellers stehen. Eine Alternative ist das Entfernen oder Überbrücken des Vorschaltgeräts, um die Leuchte für eine direkt gespeiste LED-Röhre geeignet zu machen.
Direkt an Netzspannung: Befolgen Sie exakt den Anschlussplan
LED-Röhren für direkte Netzspannung erhalten ihre Spannung über die Lampenfassungen. Es gibt einseitig und zweiseitig gespeiste Ausführungen. Diese dürfen nicht als dasselbe System behandelt werden.
- Einseitige Speisung: Phase und Nullleiter werden an derselben Seite der Röhre angeschlossen.
- Zweiseitige Speisung: Phase und Nullleiter werden an gegenüberliegenden Enden angeschlossen.
Welche Ausführung Sie haben, steht auf der Röhre, der Verpackung oder in der Anleitung. Eine falsche Verkabelung kann gefährlich sein und die Röhre beschädigen. Das Anpassen der festen 230V-Verkabelung sollte durch eine fachkundige Person erfolgen.
T8, G13 und die richtige Länge
Weit verbreitete LED-Leuchtstoffröhren sind T8-Röhren mit G13-Sockel. Der Buchstabe T bezieht sich auf die Röhrenform, die Zahl auf die Durchmesserklasse. G13 beschreibt den Abstand zwischen den beiden Stiften an jedem Ende.
Prüfen Sie neben dem Sockel und Durchmesser auch die exakte Länge. Häufige Maße sind etwa 60, 90, 120 und 150 Zentimeter. Messen Sie die alte Röhre und vergleichen Sie die Produktspezifikation; verlassen Sie sich nicht nur auf eine globale Größenbezeichnung.
Achten Sie auf die Lichtrichtung
Eine Leuchtstoffröhre strahlt das Licht nahezu rundum ab. Eine LED-Leuchtstoffröhre hat meist eine gerichtetere Lichtfläche. Daher muss die Seite mit den LEDs in Richtung des Raumes oder der Arbeitsfläche zeigen.
Einige Röhren haben drehbare Endkappen. Damit können Sie die Lichtrichtung anpassen, wenn die Lampenfassungen in der Leuchte ungünstig stehen. Prüfen Sie dies vor dem Kauf, wenn die Leuchte an der Wand oder in einem Winkel montiert ist.
Wie viele Lumen benötigen Sie?
Vergleichen Sie LED-Röhren anhand von Lumen und nicht nur anhand der Wattzahl. Watt beschreibt den Energieverbrauch, Lumen die gesamte Lichtausbeute. Berücksichtigen Sie auch das gerichtete Lichtbild. Eine LED-Röhre kann mit weniger Gesamtlicht dennoch effizient auf die Arbeitsfläche strahlen.
Für einen Raum mit mehreren Röhren ist eine gleichmäßige Verteilung wichtig. Ersetzen Sie Röhren in derselben Leuchte vorzugsweise durch identische Modelle.
Welche Lichtfarbe wählen Sie?
- 3000K warmweiß: angenehm für Wohn- und Aufenthaltsräume;
- 4000K neutralweiß: beliebt in Werkstätten, Garagen, Büros und Lagern;
- 6500K kaltweiß: sehr kühles und kontrastreiches Licht.
Achten Sie neben Kelvin auch auf die Farbwiedergabe, wenn Farberkennung wichtig ist.
Alte Leuchte behalten oder komplett ersetzen?
Eine Retrofit-Röhre ist attraktiv, wenn Gehäuse, Lampenfassungen und Verkabelung noch in gutem Zustand sind. Bei verschlissenen Leuchten, beschädigten Fassungen oder einem ungeeigneten Vorschaltgerät kann eine komplette LED-Leuchte praktischer sein.
Eine integrierte Plug-and-Play-Leuchte vermeidet Diskussionen über Starter und Vorschaltgeräte. Dem steht gegenüber, dass bei einem Defekt oft die komplette Leuchte ersetzt werden muss anstatt nur die Röhre.
Häufige Fehler
- eine beliebige LED-Röhre in eine HF-Leuchte einsetzen;
- den alten Leuchtstoffstarter stecken lassen;
- einen LED-Starter verwenden, ohne zu prüfen, welches Vorschaltgerät vorhanden ist;
- ein- und zweiseitige Speisung verwechseln;
- nur die Länge prüfen und nicht Sockel oder Durchmesser;
- die Lichtseite der Röhre falsch ausrichten;
- feste Verkabelung ohne den Schaltplan der Röhre anpassen.
Schritt-für-Schritt-Plan vor der Bestellung
- Schalten Sie den Stromkreis ab und prüfen Sie die vorhandene Leuchte.
- Notieren Sie Typ und Länge der alten Röhre.
- Prüfen Sie, ob ein loser Starter vorhanden ist.
- Lesen Sie den Typ des Vorschaltgeräts ab.
- Wählen Sie eine EM-, HF-kompatible oder direkt gespeiste LED-Röhre.
- Überprüfen Sie ein- oder zweiseitige Speisung.
- Vergleichen Sie Lumen, Kelvin und Lichtrichtung.
- Lassen Sie notwendige Verkabelungsanpassungen fachgerecht durchführen.
Sehen Sie sich die LED-Leuchtstoffröhren und die kompletten Plug-and-Play LED-Leuchtstoffleuchten von ABC-LED an.
Fazit
Das Ersetzen einer LED-Leuchtstoffröhre beginnt mit der Identifikation der vorhandenen Leuchte. Ein loser Starter deutet meist auf eine konventionelle Schaltung hin; eine Leuchte ohne Starter kann ein elektronisches Vorschaltgerät haben. Wählen Sie immer eine Röhre, die zu diesem Anschluss passt, und befolgen Sie exakt den mitgelieferten Schaltplan.